In Deutschland wird daher nun sogar die Bundesbahn teilweise verkauft.

All diese Fakten will man aus dem Bewusstsein löschen. In einer Orwellschen Umschreibung der Geschichte soll die Privatisierung zum Kardinalfehler werden, ...

Das größte Risiko für ein Unternehmen bleibt aber der eigene Staat (Bund wie Länder) als Eigentümer. Der will primär Parteigänger mit Posten versorgen, ist innovationsscheu und sieht in Mitarbeitern wie in Kunden nur Wähler, die man umhätscheln muss. Was langfristig zur Katastrophe für die Substanz jedes Betriebs führen muss.

Wie sie vor 25 Jahren unter totaler Staats(=Partei-)Kontrolle gekriselt haben – und wie sie heute blühen.

Dr. Andreas Unterberger am 26. Juli 2007

Zurück zum Staat

Bahnprivatisierung in Großbritannien war ein Fehlschlag

Die Privatisierung der Deutschen Bahn nimmt konkrete Formen an. Was die Einen als große Errungenschaft ansehen, stößt bei Anderen auf harsche Kritik. Das Beispiel Großbritannien zeigt, dass Einwände gegen eine Privatisierung der Bahn begründet sind. Dort ist man bereits auf dem Wege der Rückverstaatlichung.

Trotz der hohen Preise kostet die Bahn den britischen Steuerzahler heute gut doppelt soviel wie vor der Privatisierung.

Bestätigt sehen sich die Kritiker der Bahn jetzt auch durch die Teilprivatisierung der Londoner U-Bahn "Metronet". Die größte der für die Wartung der Gleise zuständige Privatgesellschaften hat vom städtischen Verkehrsverbund zwar umgerechnet mehr als 1,2 Milliarden Euro kassiert im vergangenen Jahr. Nach einem Streit über seine unzureichenden Leistungen hat das Konsortium gerade aber Konkurs angemeldet.

Deutschlandfunk am 24. Juli 2007:
http://www.dradio.de/index.php?uri=dlf/sendungen/europaheute/649419/

 

Dr. Andreas Unterberger scheint sein Tagebuch nicht für die Leserinnen zu schreiben, sondern für sich, als eine Art persönliche Anleitung in Form von Merksprüchlein. Heute:
»Nur nichts aus der Geschichte lernen!«
Aber auch aus der Geschichte der Privatisierung wie der Verstaatlichung können Lehren gezogen werden, jedoch nur, wenn nicht einer Schule blind ergeben gefolgt und dieser eine Glaube mit zur Manipulation ausgewählten Daten verbreitet wird.
Dr. Andreas Unterberger zu antworten, ist sehr einfach:
heute zum Beispiel führt er die vor der Privatisierung stehende Bundesbahn in Deutschland an und bringt dadurch (ungewollt zwar, aber) selber die nicht positive Privatisierung der Eisenbahn in Großbritannien nachdrücklich in Erinnerung.
Und auch die Gegenwart eignet sich hervorragend als Lehrstoff aus dem Bereich Schienenverkehr: die katastrophale Ent- wicklung der Teilprivatisierung der Londoner U-Bahn »Metronet«.
Da Dr. Alfred Gusenbauer noch nicht dermaßen lange Praktikant auf dem Ballhausplatz ist, daß er Parteigängerinnen gar zahlreich schon mit Posten versorgt haben wird können, wird Dr. Andreas Unterberger von der in staatlichem Eigentum befindlichen »Wiener Zeitung« wohl den von ihm am 20. April 2007 als neben Kreisky und Raab bedeutendsten Kanzler der Republik gezeichneten Dr. Wolfgang Schüssel meinen. Ob Dr. Andreas Unterberger von den mit Posten in verstaatlichten Betrieben versorgten und verhätschelten Parteiteigängern ein bestimmtes Faktotum vor Augen hat?
 

8. September 2007