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Noch eine Fußnote zu Waldheims Satz von der Pflichterfüllung als deutscher Soldat. Dieser war problematisch, weil er offen lässt, in welcher Weise das Wort "Pflicht" verstanden wird: Als innere Verpflichtung und sittlicher Auftrag – oder aber als Pflicht im Sinne von Zwang, dem man sich ohne Lebensgefahr nicht entziehen kann. Der Eifer, mit dem dieses Zitat Waldheims immer wieder zitiert wird, kontrastiert aber jedenfalls scharf zu der absoluten Reaktionslosigkeit in Hinblick auf den gleichen Satz des einstigen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Dieser hat ihn nicht nur in einem Interview verwendet (wie Helmut Zilk angemerkt hat), sondern auch in einem Buch. Also in einem Text, wo man jedes Wort vor der Drucklegung zehnmal in Ruhe überdenken kann. Der Unterschied in der Reaktion beweist wohl ein großes Maß an moralistischer Heuchelei. Dr. Andreas Unterberger am 15. Juni 2007 |
Der Satz über die Pflichterfüllung ist nicht problematisch: Kurt Waldheim wird als gläubiger Soldat halt seinen Führern in Jesu Problematisch allerdings ist es, Helmut Schmidt als Zeugen zu Eigentlich ist es auch nicht problematisch, sondern einfach sehr typisch für gewisse österreichische Kreise, die viel von Wehleidigkeit, Heuchelei und Augenschließen halten und davon, mit ihnen zupaß kommenden Auslegungen rasch gegen andere vorgehen zu können. Weder biographisch noch intellektuell sind Kurt Waldheim und Helmut Schmidt miteinander zu vergleichen. Und auf die Idee soll erst Ob Helmut Zilk dieses Zitat aus dem »FAZ«-Interview vom 08.04.05 gemeint habe: »Daß wir im falschen Krieg waren, dieses Gefühl Wie anders klang der Satz von Kurt Waldheim, der wohl fest daran glaubte ein bedeutender Mann zu sein. Aber im Angesicht der Frage nach seinem Verhalten im Dritten Reich sich in die Masse von Hunderttausenden von Österreichern, die ja nur ihre Pflicht erfüllt hätte, einreihte, und damit selbst die Frage nach seiner »Größe« ein für alle Mal klar beantwortete. Tatsächlich problematisch aber (und das hat nicht mehr unmittelbar mit Kurt Waldheim zu tun, an den in dieser hektischen Zeit sich schon gestern kaum wer noch erinnern wird) ist die Treue zur katholisch- römischen Kirche und die Pflichterfüllung im Auftrag Jesu vor allem Es hat für den Staat der Vatikantadt auch theologisch wohl seine charmant konkrete Folgerichtigkeit, Menschrechtsorganisationen Und wen sollten Verbrechen auf Erden noch kümmern, gibt es doch Es könnte gedacht werden, derartige Gesetze würden die Marktanteile des Staates der Vatikanstadt gefährden. Aber es darf dabei nicht die Gefängnis-Seelsorge vergessen werden; auch die muß erfolgreich Kunden vorweisen können. Dies wird dann wohl das höchste Ideal der Familie aus der Sicht des Staates der Vatikanstadt sein: Im Besuchsraum des Kerkers sitzen vereint: die vergewaltigte Frau Mutter, der wegen Vergewaltigung verurteilte Herr Vater, das aus Verbrechen gezeugte Kind spielt, |
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Wir begleiten unsere Soldaten mit unseren Gebeten und gedenken in dankbarer Liebe der Toten, die ihr Leben für ihr Vaterland hingaben. Wir haben immer wieder und noch im Hirtenbrief des Sommers unsere Gläubigen zu treuer Pflichterfüllung, zu tapferem Ausharren, opferbereitem Arbeiten und Kämpfen im Dienste unseres Volkes in schwerster Kriegszeit eindringlich aufgerufen. Mit Genugtuung verfolgen wir den Kampf gegen die Macht des Bolschewismus, vor dem wir deutschen Bischöfe in zahlreichen Hirtenbriefen vom Jahre 1921 bis 1936 die Katholiken Deutschlands gewarnt und zur Wachsamkeit aufgerufen haben, wie der Reichsregierung bekannt ist (...). Denkschrift aller katholischen Bischöfe am 10.12.1941
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(...) weisen ihn [Adolf Eichmann] als einen Bürger mit konsequenten Eigenschaften aus, als einen Mann der absoluten Pflichterfüllung, einer Pflichterfüllung, die auch im Verbrechen nicht fragt. Diese »gewissenhafte« Pflichterfüllung ohne Abstriche, Eichmanns Haltung nämlich, ist gleichzeitig aber auch die bürgerliche Durchschnittshaltung ... natürlich nicht nur in Deutschland. Heinar Kipphardt im Gespräch mit Adelbert Reif,
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