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"In Österreich fehlt ein starker Mann, der einmal Ordnung schafft." 39 Prozent der jungen Österreicher zwischen 12 und 19 sind dieser Meinung. Es rieselt einem kalt über den Rücken. 62 Prozent der Jungen haben Vertrauen in die Polizei, aber nur 18 Prozent zu den Parteien. Vermutlich hätten Umfragen in den 30er Jahren ähnliche Ergebnisse gezeitigt. Wird da einem neuen Hitler der Weg bereitet?
Dr. Andreas Unterberger am 22. Oktober 2007
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28. Oktober 2007
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Dr. Andreas Unterberger wird wohl von einem Stehweinhallenrundenkumpanen diese Zahl zugerufen worden sein. Und sein Kamerad wird diese Zahl irgendwo aufgeschnappt haben, selbst aber nicht die Studie gelesen haben: GfK, Austria Sozialforschung, Jugend und politische Orientierungen, 2007, 140.707, 750 erreichte Interviews, im Auftrag der Industriellenvereinigung und Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend, Dateninterpretation Univ.-Doz. Dr. Peter A. Ulram, September 2007. Denn ein Dr. Andreas Unterberger, immerhin lehrte er (oder lehrt noch?) an der Universität, wird eine Studie zu lesen verstehen. Niemals wird ein Dr. Andreas Unterberger, immerhin ist er Chefredakteur der Tageszeitung der Republik, Schlüsse gegen die Daten ziehen. Ein derart beschäftigter Mann, wie Dr. Andreas Unterberger, hat wohl nicht die Zeit, zu recherchieren. Richtig gehört hat also Dr. Andreas Unterberger die Zahl für 2007: 39%. Sein Stehwein- hallenrundenkumpan hat ihm aber die Vergleichszahlen zu dieser abgefragten Aussage, daß ein starker Mann, der einmal Ordnung schaffe, fehle, verschwiegen: 1986 waren es 54%, 1992 waren es 35%, 1996 waren es 39%, 2000 waren es 36%, 1980 waren es 21%. In einer Stehweinhalle, auch im Cottage, geht es stets hoch her: da kann 14 schon mal als 12 gehört werden. Aber es kann natürlich auch sein, daß in der Studie selbst die Fehler sind; Dr. Andreas Unterberger es also besser weiß. In der Studie ist die Altersangabe mit 14 bis 19 Jahre ausgewiesen. Am 24. Oktober 2007 frug Dr. Andreas Unterberger, wo denn das Positive bleibe. Ist es nicht ungemein positiv, daß es in Österreich und auch für diese Regierung vollauf genügt, eine Zahl richtig wiedergeben zu können, um hoch qualifiziert zu sein für den Chefredakteur der Tageszeitung der Republik? Sollten hier Überlegungen darüber vermißt werden, was Dr. Andreas Unterberger denn inhaltlich vermitteln wollte, kann nur eines empfohlen werden, eine Stehweinhalle zu besuchen und sich erheitern zu lassen durch die Monologe alter Männer beim Riesling. |
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