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Heute habe ich noch keinen Dienst für Herrn Underberg zu schieben. Ich kann also ausräumen, mich einrichten. Vorher allerdings ist noch das Zimmer dahingehend zu kontrollieren, ob der Vorgänger —, anzunehmen, daß es ein Mann war. Mir fehlen hierzu aber die Informationen. Darüber gab Herr Underberg auch nicht Auskunft. Irgendwas wird ja doch aus welchen Gründen auch liegengelassen. Wer unmittelbar vor mir Dienst tat, wird, anzunehmen, die gebündelten Blätter auf dem Schreibtisch gelassen haben. Die Titel auf den Deckblättern lassen auf Tagebücher schließen: »2004 — Heft zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg« »2005 — Heft zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg« »2006 — Heft zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg« »2007 — Heft zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg« »2008 — Heft zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg« »2009 — Heft zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg« »2010 — Heft zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg« »2011 — Heft zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg« »2012 — Heft zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg« Die Arbeit ist eintönig, aber in der Regel zu schnell erledigt. Wenig, tatsächlich gar nicht interessieren mich die Ausführungen von Herrn Underberg. Ich tippe die Diktate, und kein Wort von diesen ist wesentlich, behalte ich mir, schon gar nicht als bevorzugte. So fehlt mir auch die Beschäftigung, diese zu vergessen. Warum der Vorgänger oder die Vorgängerin (manches läßt, unter bestimmten Annahmen, auf eine Frau schließen: die Packung Viagra mit drei ungelutschten Pillen im Medikamentenschrank im Badezimmer) damit begann, ein Heft zu füllen, verstehe ich in gewisser Weise nun gut. Vielleicht sollte ich auch damit beginnen, Notizen zum Heft in Österreich zum Satzbuch der Tage des Herrn Underberg zu verfassen? Aus Langeweile zu schreiben, aus Langeweile zu denken, aus Langeweile zu kritzeln, bis ich eine andere, gar gute Möglichkeit gefunden habe, mir das Warten zwischen den Aufträgen des Herrn Underberg gar angenehm zu gestalten, kann ich ohne weiteres es mit Notizen versuchen.
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