Die Filmemacher trösten sich zweifach: Zum einen brüsten sie sich mit Preisen bei cineastischen Festivals (So wie einst Claus Peymann den Exodus der Zuschauer mit dem Lob durch das deutsche Feuilleton kompensiert hat).

Dr. Andreas Unterberger am 6. Juli 2007

 

Stellt man die Sitzplatz-Auslastung im Spieljahr 1995/96 jener des Vorjahres gegenüber, ergeben sich positive Trends für Burgtheater (74,23 % nach 71,69 %) und Akademietheater (91 % nach 87,71 %) ...

Parlamentskorrespondenz/BL/24.01.1997/Nr. 49

 

Der “ungekrönte Zuschauerkönig” heißt Claus Peymann.

Der Tagesspiegel am 12. März 2007

 

Es können erneut ein paar Daten angeführt werden, mit denen ein
weiteres Mal rasch aufzuzeigen ist, wie durch Dr. Andreas Unterberger
die Tageszeitung der Republik Österreich als ein Blatt für lallende Stammtischler nachhaltig etabliert wird, mit deren Lob allein zu brüsten
sich einzig Dr. Andreas Unterberger tröstend zufrieden geben kann.
Wann einst? 1995/1996?
Für Herrn Unterberger persönlich eine Hilfe: 1995/1996 war Claus Peymann Direktor des Burgtheaters. 74,23% sind mehr als 71,69% und 91% sind auch mehr als 87,71%.
Wann einst? 2005/2006?
Als Direktor vom Berliner Ensemble hat Claus Peymann für 2006 eine Auslastung von 85,36% (»FAZ«, 2. Jänner 2007) vorzuweisen, das Burgtheater eine Auslastung von 84,53% (Wiener Burgtheater, Geschäftsbericht 2005/2006).
Was für ein Exodus, einst!
Möglicherweise, würde rein von der Auslastung ausgegangen werden, meinte Dr. Andreas Unterberger den Parodos der Zuschauerinnen. Aber
der unterbergerische Satz läßt es logisch nicht zu, dies annehmen zu können. Eher noch zum Beispiel, daß an Stammtischen in Stehweinhallen
es aus vielerlei Gründen, auch der Kompensation, nicht unüblich ist,
Wörter sinnverkehrt zu verwenden.
Damit ist wohl auch ausreichend beantwortet, was von den Ansichten in der Schbeire von Dr. Andreas Unterberger zu den Bedingungen am Filmmarkt zu halten ist.
 

9. Juli 2007