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Es war eine jener Seiten am österreichischen Journalismus, auf die man stolz sein konnte: Selbstmorde von Jugendlichen – angedrohte wie realisierte – waren in aller Regel kein Thema der Berichterstattung. Man verletzte damit zwar die Informationspflicht, handelte aber aus Verantwortungsbewusstsein: Denn Selbstmordberichte würden andere labile Jugendliche zu ähnlichen Taten anstacheln; im Hormonwirbel der Pubertät überschätzen sie ja oft dramatisch die Bedeutung einzelner Schicksalsschläge, wie die Abweisung durch einen angehimmelten Partner, die Scheidung der Eltern, oder eine negative Note.
Dr. Andreas Unterberger am 9. Oktober 2007
Die Liste solcher Sprüche lässt sich lange fortsetzen. Sie stammen nicht von Al-Kaida- Videos, nicht aus Unterlagen verhafteter Terrorverdächtiger. Diese Zitate kommen vielmehr aus dem normalen österreichischen Schulunterricht. Sie sind Mitschriften dessen, was vom Steuerzahler bezahlte Religionslehrer vortragen. Diese Zitate sind auch dem Unterrichtsministerium bekannt. Es hat aber darauf ebensowenig reagiert wie auf die Veröffentlichung von Tonband- Mitschnitten radikaler Predigten jenes Mannes, der von der Republik dafür bezahlt wird, diese Religionslehrer auszubilden.
Dr. Andreas Unterberger am 5. Oktober 2007
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