Und auch Heinz Mayer, der Lieblingsjurist des ORF
(er ist dankenswerterweise immer dann empört,
wenn es auch die Grünen sind), wusste laut APA
schon bei einer Diskussion im Jänner 2006:
"Das Asylverfahren wäre dann regelmäßig bereits
in zweiter Instanz mit dem Entscheid des
Asylgerichtshofs beendet." Und er lobte
damals die zu erwartende Einsparung.
Heute jedoch lehnt er alles "mit Entschiedenheit" ab ...

Dr. Andreas Unterberger am 6. Dezember 2007

 

Der Verwaltungsgerichtshof ist zwar beleidigt, dass
ihm jetzt ein neuer, fast gleichwertiger Gerichtshof an
die Seite tritt; doch war er selbst ja hauptverantwortlich
für die bisherige Überlänge der Asyl-Verfahren. Allerdings
muss man aufpassen, welche neuen Tricks jenen NGOs
nun einfallen, die das Asylsystem insgeheim zu einem
Zuwanderungskanal machen wollen.

Dr. Andreas Unterberger am 5. Dezember 2006

Dr. Andreas Unterberger scheint zu ahnen, daß der »Wiener Zeitung« nicht mehr höchste Glaubwürdigkeit und Wichtigkeit zugestanden werden kann; denn sonst hätte er wohl nicht auf die »APA« verweisen müssen, um seine Aussage überhaupt mit Gewicht verankern zu können. Er hätte also gleich jenes Medium zitieren können, in dem er im Ausgedinge sich befindet: die »Wiener Zeitung«.

Leichter als eine alte »APA«-Meldung, darf vermutet werden, ist es für Leserinnen in der »Wiener Zeitung« den entsprechenden Artikel zu finden. Aber dieser Artikel hätte selbst Dr. Andreas Unterberger wohl zu deutlich gezeigt, wie selektiv Themen von ihm behandelt werden. Und dies kann einem Dr. Andreas Unterberger nicht auch noch abverlangt werden, derartige Quellen selbst preiszugeben.

In dieser Diskussion, auf die Dr. Andreas Unterberger sich nur beziehen
kann, wurde von weiteren Teilnehmerinnen aber auch deutlich gesagt,
wie die »Wiener Zeitung« am 27. Jänner 2006 schrieb: »[...] kein ›Bundesasylgericht um jeden Preis‹ [...]. So dürfe es durch ein
Asylgericht zu keiner Verschlechterung des Rechtsschutzes kommen,
der VwGH müsse anrufbar bleiben. Da es im Asylbereich um elementare Menschenrechte gehe, sei die Übertragung der für die Richter geltenden hohen Standards auf das Asylwesen unabdingbar [...]«.

Bei Dr. Andreas Unterberger muß allerdings auf neue Tricks nicht aufgepaßt werden; denn er verwendet bis zum heutigen Tage ungelenk, ideenlos und weiter unbeirrt die anscheinend vor Jahrzehnten ihm eingeschüsselten und von ihm dann stur auswendiggelernten Tricks.

11. Dezember 2007