indem er am Jahrestag der Unabhängigkeits- erklärung seinem Vorgänger Dr. Wolfgang Schüssel ausdrücklich dankte für dessen Bemü- hungen um NS-Entschädigungen.

Dr. Alfred Gusenbauer hat sich, wie er es in der nebenstehenden E-Mail versprechen hat lassen, genau darum gekümmert und prüfen lassen, welche Gründe es gab, daß Wolfgang Schüssel sich so sehr darum bemühte.

Nach dem nun alles genau geprüft ist, ein- schließlich wohl auch der wichtigen Enthül- lungen von Ex-Staatssekretär Eduard Mainoni (»Da haben wir uns eingekauft.«), hat Alfred Gusenbauer, der Lagerstraße dieses Geistes ohne Not verpflichtet, befunden, Wolfgang Schüssel ist für seine Leistungen in der Sache NS-Restitutionen ausdrücklich Dank zu zollen.

Alfred Gusenbauer hält also seine Versprechen, auch jene, die er nie öffentlich machte. Er hält das Versprechen, gemeinsam mit Dr. Andreas Unterberger die Geschichte zu schreiben, in der Wolfgang Schüssel ein bedeutender Kanzler ist.

 

(28. April 2007)

 

Andreas Unterberger
Herwig van Staa
Josef Cap
Christoph Schönborn

Von: Robert Leingruber

Gesendet: Donnerstag, 28. September 2006 14:50

An: Bernhard Kraut

Betreff: Re: Noch ein wichtiger Aspekt zum [...]

 

Sehr geehrter Herr Kraut!

 

Vielen Dank für Ihre E-Mail an Bundesparteivorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer, der mich gebeten hat, Ihnen zu antworten.

 

Ich möchte Ihnen danken, dass Sie uns auf Ihre Homepage und den Text von der FPÖ-Seite aufmerksam machen. Nach der Wahl werden wir uns eingehend um dieses Anliegen kümmern.

 

Mit freundlichen Grüßen

Robert Leingruber

Büro Dr. Alfred Gusenbauer

Team Gusenbauer >> Neue Fairness braucht das Land.

SPÖ Bundesgeschäftsstelle

 

"Bernhard Kraut" schrieb:

 

Zur aktuellen Debatte ein Auszug aus dem Schreiben vom 5. Oktober 2002.

 

Die gesamte Unterlage finden Sie unter www.kraut.co.at/Downloads/Erinnern.pdf

 

Die von dieser Regierung als große Leistung verkaufte »Entschädigung der Zwangsarbeiter« kann als Beispiel dienen, wie es der FPÖ gelingt, die Staatsgeschichtschreibung ihrem Weltbild anzupassen. Auf ihrer Homepage wird die Entschädigung für NS-Zwangsarbeiter nicht prominent gelistet, gepriesen aber wird (auszugsweise):

 

»Kriegsgefangenenentschädigung für alle Gefangenen und Internierten

Später Dank und Anerkennung - die Freiheitlichen haben es möglich gemacht! Österreichische Staatsbürger die im Verlauf des 2. Weltkrieges in Kriegsgefangenschaft gerieten, oder während der Besetzung Österreichs durch die Alliierten Mächte von einer ausländischen Macht aus politischen oder militärischen Gründen in Österreich festgenommen und angehalten wurden, oder sich auf Grund politischer Verfolgung oder drohender politischer Verfolgung außerhalb des Gebietes der Republik Österreich befanden und von einer ausländischen Macht festgenommen und nach Beginn des zweiten Weltkrieges angehalten wurden sind anspruchsberechtigt.

 

Ein Akt der Gerechtigkeit und der Pietät gegenüber der Kiegsgeneration

 

Mit diesem Gesetz ist das freiheitliche Wahlversprechen, den Männern und Frauen der Kriegsgeneration die Anerkennung zukommen zu lassen die Ihnen gebührt endgültig umgesetzt und das Versprechen eingelöst, jenen Menschen eine Entschädigung zuzuerkennen, die nicht nur unermessliches Leid im Kriegseinsatz, sondern auch die Demütigung einer Kriegsgefangenschaft erdulden mussten.

 

56 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges wurde der Kriegsgeneration jene Anerkennung verschafft, die von vergangenen Regierungen sträflich unterlassen wurde.«